Feuerwehrübung im Senioren- und Pflegeheim

Eine Übung der besonderen Art stand für die Freiwillige Feuerwehr Großenwiehe dieser Tage auf dem Programm. Der Wehrführer, Hr. Carstensen, und seine Truppe wollten die so wichtigen Maßnahmen im Brandfall vor Ort proben. Der Heimleiter, Herr Hanisch, hatte alle Mitarbeiter des Heimes als auch die Feuerwehrkameraden zu einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen. Somit hatten alle Gelegenheit sich kennen zu lernen und genaue Abläufe zu studieren.

Der Übungsabend stand unter dem bekannten Motto aller Wehren = RETTEN - BERGEN - LÖSCHEN und alles was dazu gehört. Präventivmaßnahmen für einen eventuellen Brandfall in einem Senioren- und Pflegeheim bedarf einer umfassenden Planung und guten Strukturierung. Geht es da doch um Menschen, die in der Regel eine Lebenssituation mit Einschränkungen teilen. Diese Einschränkungen drücken sich in erster Linie durch Immobilität und einer zum Teil auch großen Hilflosigkeit aus, die es heißt, auszugleichen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Im Verlauf des Abends wurde über Patientensammelplätze, Notunterbringungsmöglichkeiten, Sicherung der Notversorgung, Atemschutz, Logistik u. v. m. gesprochen und eindeutig geklärt. Ein interessantes Beispiel demonstrierte ein Techniker der Feuerwehrtruppe, der einen Raum probehalber "vernebelte". Nun sollten alle Mitarbeiter des Hauses das bekannte Inventar/Plätze aufsuchen um eine fast "reale" Ahnung von Rauchentwicklung zu erhalten. Dieses war gesundheitlich natürlich unbedenklich - aber für alle Teilnehmer tief beeindruckend.

Alle Vorkehrungen, wie die Direktschaltung zur Feuerleitzentrale, Rauchmelder, Signalgeräusche, Fluchtwege, Notausgänge, Notausstiege u. s. w. wurden unter die Lupe genommen und als sicher und nach den neuesten Vorgaben bestätigt. Auch zwei Feuerwehrmänner mit komplettem Atemschutz konnten beispielhaft in Aktion treten. Diese Demonstration verdeutlichte, wie schwierig z.B. die Kommunikation, das Sichtfeld und ausführende Tätigkeiten sind.

Der Gesamteindruck des Abends, so Herr Hanisch, war eine Bestätigung für die engmaschige Verknüpfung von Menschen, die einerseits als Pflegekräfte über ein Fachwissen verfügen aber andererseits sich auch in Notfällen einem Personenkreis wie der Feuerwehr als kompetente Partner anvertrauen dürfen. Gemeinsamkeit macht stark.

 


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