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MORGENS UM HALB ACHT
Jeden Morgen um halb acht
wird die Türe aufgemacht.
"Ausgeschlafen?" fragt mich ohne
dass ich hinschau, heut Simone.
Die mit Gefühl und vielen Mühen
Mir hilft, die Strümpfe anzuziehen.
Im Bad den Rücken noch geribbelt,
rechts oben bitte, wo's so kribbelt,
und das And're kann ich nun
hurtig ganz alleine tun.
Hurtig - ist zuviel gesagt,
denn auch mich das Alter plagt.
Schmerz im Rücken, Weh' im Knie.
Wo bleibt Lust und Energie?
Ist auch dieses nun geschafft,
geht's mit Frohsinn und mit Kraft
in den Esssaal - dort begrüßen
weiße Damen uns mit Mützen.
"Guten Morgen, meine Lieben,
hör ich's schallen
Höre gar kein widerhallen.
Und - wie das so ist meine Art,
ergreif' ich flugs den "Antwortpart".
"Guten Morgen", danke ich,
und freue auf das Frühstück mich.
Das so sorglich zubereitet;
Kaffee oder Tee begleitet -
Diesen morgendlichen Gruß.
Alles ist ein Hochgenuss.
Dann geht's weiter, ich muß nun
1000 kleine Schritte tun.
Denn ich wohne in Stuv "tein" -
Sing auf dem Weg in mich hinein,
ganz leis' für mich mein Morgenlied -
mich hier ja niemand hört und sieht.
Froh zu sein badarf es wenig
Und wer froh ist - ist ein König !
Text von Hildegard
Pauls
Großenwiehe, 18.10.2005
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